Schützengesellschaft Butzbach von 1410 e.V.

Butzbacher Schützen in Naumburg / Saale

Bericht erstellt am 2. Oktober 2019

Butzbacher Schützen mit Orgelkonzert und Weingenuss in Naumburg/Saale

 

In diesem Jahr führte die mehrtägige Fahrt der Butzbacher Schützengesellschaft auf der Suche nach Land und Leuten in das Burgen- und Weinland Saale-Unstrut – mitten in Sachsen-Anhalt.

In Bad Kösen vor den Toren der tausendjährigen Domstadt Naumburg wurde nicht nur im Renaissance-Hotel „Mutiger Ritter“ Quartier bezogen – hier gab es auch den ersten Stadtrundgang.

Mit großem Interesse und Verwunderung wurde die „Kösener Spielzeug-Manufaktur“ dabei ausgiebig besichtigt, wobei man die vielfältigen Arbeitsschritte bestaunte, die zur Herstellung handgefertigter Plüschtiere und Stoffpuppen „Made in Germany“ notwendig sind – hie fertigt kein seelenloser Roboter. Die naturnahe Kollektion von Kösener Plüschtieren zählt heute weltweit zu den besten Produkten ihrer Art. Global produziert nur noch „Steiff“ auf so hohem Niveau. Hier entstehen auch die „Silke-Stofftiere und –puppen“ für das Kleinkinderalter – in alter Tradition fast ausschließlich aus Naturmaterialien.

In Naumburg als nächste Station angekommen, zeugten Bauwerke der Romantik und Gotik, farbenprächtige Bürgerhäuser der Renaissance und des Barock mit malerischen Gassen vom Reichtum der Stadt durch Handel und Messen im Mittelalter. Weltbekannt wurde die Stadt an der Saale durch den spätromanisch-frühgotischen Dom Sankt Peter und Paul. Eine intensive Führung vermittelte viel Wissenswertes zu dem beeindruckenden Kirchengebäude, das zu den bedeutendsten Kathedralbauten des europäischen Hochmittelalters zählt und der Besuchermagnet ist an der „Straße der Romanik“ in Sachsen-Anhalt.

Der Führung schloss sich eine gehaltvolle Weinprobe im sonnigen Domgarten an mit erlesenen Rebensäften des Anbaugebietes Saale-Unstrut. Nach so vielen neuen Eindrücken endete der Tag gesellig beim gemeinsamen Abendbuffet im „Mutigen Ritter“.

Der Sonntag startete mit dem unterhaltsamen Rundgang „Merkwürdiges Naumburg“, bei dem es so manche kuriose Begebenheit um Streitigkeiten zwischen Bürgerschaft und Domfreiheit, über Kämpfe um das Bier und die Geschichte der „Flaschenbäcker“ zu hören und an original Schauplätzen auch zu sehen gab. Der Abschluss der Führung durch den historischen Stadtkern Naumburgs jedoch bildete als unerwarteter kultureller Höhepunkt der Fahrt ein kleines Orgelkonzert in der Sankt Wenzel-Stadtkirche.

Die dortige „Hildebrandt-Orgel“ gehört zweifelsfrei zu den bedeutendsten Schöpfungen des spätbarocken Orgelbaus. An Zahl und Vielfalt der verbauten Register übertrifft sie alle berühmten Silbermann-Orgeln.

Die Orgel in Sankt Wenzel wurde übrigens im Jahr 1746 nach Fertigstellung von Johann-Sebastian Bach persönlich und Gottfried Silbermann (aus dessen Werkstatt kam Orgelbaumeister Hildebrandt) abgenommen und von Bach für „Gut“ befunden, wobei ein „Gut“ von Bach in Wirklichkeit bekanntermaßen für „Hervorragend“ stand. So wurde das Konzert mit Werken von Bach auf dieser einzigartigen Orgel zu einem großartigen Erlebnis.

Im Restaurant „Zur Henne“  wurde im Anschluss daran zur Mittagszeit der erlesenen Essenskultur gefrönt, bevor die Rückreise nach Butzbach begann. Wie schon bei der rustikalen Verpflegungsrast auf der samstäglichen Hinfahrt gab es am Sonntag-Nachmittag traditionell eine Kaffeepause „aus dem Bus“ mit selbstgebackenen Kuchen von Helga Heymann, Manuela Lehmann und Heike Wagner, die eine von Alexandra und Klaus Kost erneut perfekt organisierte „Schützen-Tour“ herrlich abrundete und “Appetit“ auf den Ausflug 2020 machte.

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